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KAP DER GUTEN HOFFNUNG & CAPE OF GOOD HOPE

Kap der Guten Hoffnung und Cape Point, erklärt

Zwei Landzungen, zwei Leuchttürme, eine Standseilbahn, benannt nach einem Geisterschiff, und ein hartnäckiger Mythos – was an der dramatischen Südspitze der Halbinsel wirklich wahr ist.

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Zwei Landzungen in einem Naturschutzgebiet

Das Kap der Guten Hoffnung und Cape Point sind zwei getrennte Sehenswürdigkeiten, die nur eine kurze Autofahrt voneinander entfernt an der südwestlichen Spitze der Kap-Halbinsel liegen – beide im Abschnitt „Cape of Good Hope“ des Tafelberg-Nationalparks. Cape Point ist die felsige Landspitze mit den Leuchttürmen und der Standseilbahn; das Kap der Guten Hoffnung ist das breitere Vorgebirge westlich davon, eine wildere Küstenlandschaft mit Klippen und von Fynbos bedeckten Hängen, die zum Atlantik abfallen. Viele Besucher verwenden die Namen synonym, doch es handelt sich um zwei unterschiedliche Aussichtspunkte innerhalb desselben Reservats – ein lohnender Besuch umfasst beide, statt sich nur auf den oft überlaufenen Parkplatz von Cape Point zu beschränken.

Der Mythos: nicht der südlichste Punkt und nicht der Ort, an dem die Ozeane aufeinandertreffen

Das Kap der Guten Hoffnung wird oft als südlichster Punkt Afrikas oder als Ort bezeichnet, an dem Atlantik und Indischer Ozean aufeinandertreffen – beides ist nicht korrekt. Diese Auszeichnung gebührt dem Kap Agulhas, weit im Südosten gelegen, dem wahren südlichsten Punkt des Kontinents und der wissenschaftlich anerkannten Begegnungslinie des warmen Agulhas- und des kalten Benguelastroms. Die Verwechslung reicht Jahrhunderte zurück, bis zu den frühen europäischen Seefahrern, die annahmen, die dramatischen Klippen der Halbinsel markierten das Ende des Kontinents. Das Kap der Guten Hoffnung ist dennoch spektakulär und immer noch der Ort, an dem zwei Küstenlinien sichtbar aufeinandertreffen – es ist nur nicht der geografische Rekordhalter, als den es beliebte Reiseführer manchmal darstellen.

Zwei Leuchttürme, ein Jahrhundert dazwischen

Der alte Leuchtturm, 1860 nahe dem Gipfel des Cape Point erbaut, lag so oft in tief hängenden Wolken, dass vorbeifahrende Schiffe weiterhin unterhalb davon in Schwierigkeiten gerieten. Deshalb wurde 1919 weiter unten am Dias Point ein zweiter Leuchtturm errichtet – näher am Meeresspiegel und oberhalb der Nebelgrenze. Der ältere Leuchtturm steht noch immer und ist zu Fuß oder mit der Standseilbahn erreichbar; der neuere erfordert einen längeren, steileren Abstieg über einen markierten Pfad. Beide dienen bis heute als aktive Navigationsmarken, und der Weg zwischen ihnen – mit dem Atlantik, der auf einer Seite steil abfällt – zählt zu den schönsten kurzen Wanderungen des Reservats.

Die zwei Leuchttürme des Cape Point

Privater Transfer vom Flughafen Prag ins StadtzentrumAlter LeuchtturmNeuer Leuchtturm (Dias Point)
Erbaut18601919
ZugangKurzer Spaziergang oder StandseilbahnEin längerer Spaziergang entlang eines markierten Weges
Warum es das gibtOriginales NavigationslichtVon Grund auf niedriger gebaut, um Wolken und Nebel zu entgehen.

Die Flying-Dutchman-Standseilbahn

Eine Standseilbahn, benannt nach dem legendären Geisterschiff, das angeblich diese Gewässer heimsucht, verbindet seit 1996 den Parkplatz am Cape Point mit dem alten Leuchtturm und erspart Besuchern den steilen Aufstieg in der südafrikanischen Sommerhitze. Die Wagen fahren im Minutentakt, und die Fahrt dauert jeweils nur ein paar Minuten in jede Richtung – wobei es genauso üblich ist, zu Fuß hinaufzugehen und mit der Bahn hinunterzufahren oder umgekehrt. Die Legende, der sie ihren Namen verdankt, erzählt von einem niederländischen Schiff, das dazu verdammt ist, für immer die Gewässer am Kap zu befahren, nachdem es im 17. Jahrhundert in der Nähe gescheitert war – eine von mehreren Geisterschiff-Geschichten, die mit diesem Küstenabschnitt verbunden sind.

Fynbos unter den Füßen

Die Hänge rund um das Kap der Guten Hoffnung und Cape Point sind von Fynbos bedeckt – einer feinblättrigen Strauchlandschaft, die nur in Südafrikas Kap-Florenregion vorkommt. Sie ist das kleinste und dichteste der sechs Pflanzenreiche der Welt: Tausende Arten drängen sich auf einem schmalen Streifen des Landes. Proteas, Erikas und schilfartige Restios dominieren, viele davon gibt es nirgendwo sonst auf der Erde. Das Reservat liegt in den UNESCO-geschützten Cape Floral Region Protected Areas. Von weitem wirkt die Vegetation struppig, doch wer genauer hinsieht, wird belohnt – im Frühling zeigt sie sich meist in voller Blütenpracht.

Wind, Wetter und die Aussichtspunkte

Das Wetter am Kap kann an dieser exponierten Spitze schnell umschlagen, und der Wind prägt jeden Besuch – der Südost, den die Kapstädter liebevoll den „Cape Doctor“ nennen, kann selbst an sonnigen Tagen so stark werden, dass die Klippenpfade unangenehm werden. Die Wege und Aussichtsplattformen sind zwar eingezäunt, liegen aber über echten Abgründen – feste Schuhe und eine winddichte Schicht sind hier wichtiger als fast überall sonst auf der Halbinsel. An klaren Tagen reicht der Blick die Atlantikküste hinauf und über die False Bay; bei bedecktem Himmel kann der Nebel, über dem der alte Leuchtturm einst gebaut wurde, schnell hereinrollen.

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